In einer Pipe-Band gibt es üblicherweise drei verschiedene Arten von Drums: Die Bassdrum, die Tenordrum und die Snaredrum.
Ähnlich wie die Piper machen auch die Drummer “Trockenübungen” bevor es an die Drums geht. Hierfür benötigen der Bassdrummer und der Tenordrummer sogenannte Mallets mit denen sie zumeist auf einem Tisch rumtrommeln. Der Snaredrummer übt mit Drumsticks auf einem Übungspad.

Die Snaredrummer beginnen nun mit der richtigen Haltung der Sticks und der Einübung von verschiedenen Arten von Schlägen (z. B. Single Strokes = Einzelschläge, Rolls = Wirbel, Flashes = Schläge mit beiden Sticks, zeitverzögert etc.).

Practice Pad
Die Tenordrummer üben auch verschiedene Schläge, zumeist allerdings Einzelschläge, weil Rolls mit den Mallets nicht machbar sind. Ganz wichtig bei den Tenordrummern ist das Flourishing. Dies ist eine Art von Show-Einlage. Während die Snaredrummer Rolls oder andere schnelle Schlagfolgen spielen, nehmen die Tenordrummer ihre Mallets von der Drum und lassen sie im Takt am ausgestreckten Arm über dem Kopf, über der Trommel oder mit seitlich ausgestrecktem Armen kreisen. Dies sollte im richtigen Takt und der richtigen Geschwindigkeit geschehen um zum richtigen Zeitpunkt wieder auf die Tenordrum schlagen zu können und wird eigentlich immer und überall von den Tenordrummern geübt.

Ähnlich wie der Tenordrummer lernt der Bassdrummer vorwiegend Einzelschläge. Er hält den Takt in einem Stück.

Aus den verschiedenen Arten von Schlägen setzen sich die Drum-Noten der einzelnen Tunes (Lieder) zusammen. Wenn die einzelnen “Schlagarten” sitzen, geht es an die Märsche. Hier gibt es verschiedene Taktarten: 2/4, 3/4 und 4/4 Märsche und natürlich die Slow Airs.
Genau wie bei den Pipes sind die Slow-Airs meist für die Anfänger leichter zu spielen, denn hier werden nicht ganz so viele, schnelle Schlagfolgen von den Drummern verlangt.

Das Üben ist allerdings auch dann noch nicht vorbei wenn es an die Drums geht. Die Grundlagen sitzen zwar schon, aber nun geht es darum mit den Pipes zusammen zu spielen. Im Gegensatz zum üblichem Schlagzeug spielen, geben die Drums nicht nur den Takt der einzelnen Stücke vor bzw. begleiten die “Bläser” mit ihren Schlägen, sondern spielen eine eigenen Melodie, die zu den Stücken der Pipes passen.

Auch wenn es zuerst ganz schön schwierig ist, all die Schläge, Märsche und Slow Airs zu lernen, so ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und die Mühe lohnt sich! Gutes Drumming ist eine Kunst, denn: “Piper sind Musiker, Drummer sind Künstler!”