“Seven generations and seven years to make a piper” ist ein Sprichwort, wenn es um das Erlernen des schottischen Dudelsacks geht; “sieben Generationen und sieben Jahre, um einen Piper zu machen”. Die sieben Generationen verweisen hierbei auf die “Instructors”, die Lehrer, die einem von den Basics am Anfang bis zu den richtigen Atemtechniken und den richtigen Embellishments am Ende alles vermitteln.

Um das Spielen auf der Great Highland Bagpipe zu erlernen braucht es sehr viel Zeit und Geduld. Zunächst beginnt die Ausbildung auf einem sogenannten Practice Chanter (siehe links).
Auf dieser “Übungsflöte” sind die Grifflöcher so, wie später am Instrument selbst. Je nach dem wie häufig man übt braucht man ungefähr ein bis zwei Jahre, bis man auf dem Dudelsack anfangen kann. Auch dazu benötigt es nochmal sehr viel Zeit um richtig spielen zu können.
Auf dem Practice Chanter erlernt man das sogenannte Fingering. Dazu gehören auch die Embellishments (dt. ~Verzierungen). Sie machen ein Tune erst zu einem richtigen Lied. Embellishments sind eine schnelle Abfolge mehrerer kurzer Noten hintereinander. Es dient dazu bestimmte Passagen im Stück besonders hervorzuheben. Sowas braucht natürlich viel Übung, da das Zusammenspiel der Band simultan sein sollte.

Auch hier gilt die Regel “Übung macht den Meister”!

Zu Beginn erlernt man Tunes wie “Scot’s wha’ he’a wi’ Wallace Bled” oder “Highland Cathedral”. Dies sind sogenannt “Slow Airs”. Sie sind nicht ganz so schnell und es befinden sich noch nicht allzu viele Embellishments in den Noten. Nach einiger Zeit kommen dann die Marches. Dies sind Stücke wie “High Road to Gairloch”, “Lochanside” oder das bekannte “Scotland the Brave”.

Erst wenn diese Stücke sicher auf dem Pratice Chanter sind, sollte man versuchen sie auf dem Dudelsack zu spielen. Denn hier kommen noch das schwerere Atmen und das Marschieren dazu.